25 Jahre Frauennotruf

Landrat Franz Löffler, die Gründerin des Frauennotrufs, Edeltraud Schmidbauer, die Gleichstellungsbeauftragte und jetzige Leiterin des Frauennotrufs, Maria-Luise Segl, der Geschäftsführer der Caritas Cham, Andreas Jordan, und der Vorsitzende der Caritas Cham, Erhard Walter (v. l.)

Die Caritas Cham hilft seit 1993 mit einem Notruftelefon. Eine Erfolgsgeschichte mit traurigem Hintergrund

Unterstützung und Beratung bei häuslicher Gewalt bietet der Frauennotruf seit 25 Jahren.

Edeltraud Schmidbauer, die damalige Gleichstellungsbeauftrage für den Landkreis, rief das Nottelefon vor 25 Jahren gemeinsam mit dem Diakon Manfred Kalkbrenner ins Leben. Das Jubiläum feierten die Mitglieder des Frauennotrufes gemeinsam mit Ehrengästen kürzlich im Kloster Strahlfeld. 
"Jede siebte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Das hinterlässt Spuren", sagte Erhard Walter, Vorsitzender des Kreis-Caritasverbandes in Cham. Er bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs für ihre wertvolle Arbeit. "Ich habe gemischte Gefühle. Es ist nicht schön, dass es so etwas wie den Frauennotruf geben muss". Auch Landrat Franz Löffler und Andreas Jordan, Geschäftsführer der Caritas Cham, bedankten sich "für den großartigen Dienst".

Heute leitet die Gleichstellungsbeauftragte Maria-Luise Segl den Frauennotruf. Etwa 30 Frauen unterstützen sie ehrenamtlich und sorgen dafür, dass die Notfallnummer rund um die Uhr erreichbar ist. Der Frauennotruf diene Frauen und Mädchen als erste Anlaufstelle, die sexuelle, psychische oder physische Gewalt erlebt hätten. Das anonyme Gespräch von Frau zu Frau könne Wunden heilen.